Contraband wird Band des Monats Dezember 2017

Fridolin von der Rock-Cover-Band "Contraband" erzählt uns in diesem Interview von Ihrem Werdegang und berichtet nicht ganz frei von Sarkasmus von deren neuesten Geschäftsideen.


„Contraband“ – klingt als wäret ihr gegen etwas. Was bedeutet es eigentlich und wie seid ihr auf Euren Bandnamen gekommen?

Contraband kommt aus dem Englischen und bedeutet Schmuggelware. Wir mochten den „Witz“, dass die meisten Leute Contraband stumpf als die „Gegenband“ übersetzen und uns so fehlinterpretieren. Leider machen das 90% der Menschen, weshalb es ist ein Witz ist, den nur wir verstehen - ein Witz mit dem wir jetzt leben müssen. Es gab zwar mal den Gedanken sich umzubenennen, aber letztendlich sind Namen auch nur arbiträr.

Entschieden haben wir uns für diesen Namen aus oben genannten Grund, Zeitdruck (wir brauchten damals schnell einen Namen für einen Veranstalter) und weil wir finden, dass Schmuggelware ziemlich gut den romantischen Gedanken an Rockmusik wiederspiegelt. Etwas verrucht, verboten und doch (oder gerade deswegen) sehr begehrt…Eigentlich reden wir nicht gerne über unseren Namen.

Echt? Merkt man nicht...Stilistisch seid Ihr vor allem im Rock unterwegs. Habt ihr da Vorbilder, die Euch besonders geprägt haben?

Natürlich, zahlreiche sowohl bewusst, als auch unbewusst. Es wäre schwierig konkrete Bands/Musiker zu nennen, da jeder von uns natürlich andere Präferenzen hat. Aber generell lassen sich dabei klassische Rockbands wie Guns n Roses (insbesondere Slash), Led Zepplin etc. nennen. Wir wollen diese Vorbilder allerdings nicht kopieren sondern uns nur inspirieren lassen.

Alles klar! Ihr wart im Studio! Was habt ihr da gemacht und an was arbeitet Ihr gerade?

Wir waren vor ziemlich genau vor einem Jahr im Studio. Wir nahmen damals zwei eigene Songs auf. Einmal unsere Ballade „Nightingale“ und unseren jüngsten Song „Bedtime Stories“, welchen wir für das Studio innerhalb von 2 Wochen zusammengeschustert haben.
Wir arbeiten momentan daran unsere Setlist um ein paar Songs für die nächsten Gigs anzureichern. Ein Album oder ähnliches ist aber nicht geplant.

Wie setzt sich Euer Live-Set zusammen? Spielt ihr da ausschließlich Cover-Songs oder gibt es auch eigene Lieder zu hören?

Wir sind in erster Linie eine Coverband und spielen hauptsächlich Coversongs. Wir streuen aber immer mal wieder ein paar eigene Songs mit ein. Dadurch hören die Leute auch mal was „Neues“ / „Exklusives“ und wir können uns in unserer Kreativität etwas austoben.
Unser Song „Nightingale“ ergab sich z.B. daraus, dass wir keine passende Ballade gefunden haben, hinter der wir stehen können, also haben wir unsere eigene geschrieben.

Wir wollen nach wie vor einfach ne gute Zeit haben, auf tollen Veranstaltungen spielen und gemeinsam mit den Gästen abrocken.

Welche Veranstaltungen spielt ihr mit „Contraband“ am liebsten?

Am liebsten auf Veranstaltungen, bei denen die Leute hinkommen um Spaß zu haben und auch zu schätzen wissen, wenn wir mal unbekanntere Lieder rausholen. Von Veranstaltungen, bei denen wir zu Beginn gefragt werden, ob wir auch was von Helene Fischer spielen können, oder „was was jeder kennt“ halten wir Abstand. Am besten sind die Nächte, in denen die Leute genauso wie wir die Rockmusik zelebrieren und mit uns gemeinsam abrocken. Dadurch ergibt sich oft eine Dynamik in denen wir vom Publikum gepusht werden und andersrum. 

Also kein Mainstream! Was sind Eure Ziele für 2018 und was habt ihr noch vor?

Wir haben keine konkreten Ziele. Wir wollen nach wie vor einfach ne gute Zeit haben, auf tollen Veranstaltungen spielen und gemeinsam mit den Gästen abrocken. Wir haben inzwischen nicht mehr die anfängliche Naivität und Anspruch zu denken wir werden damit große Rockstars. Aber es ist schön zu sehen, wie wir jährlich etwas größer werden, neue Gigs bekommen und Leute gerne wiederkommen und sich der Name auch etabliert. Solange wir immer ein paar Schritte nach vorne machen und dabei unseren Spaß und Authentizität bewahren, werden wir so weitermachen.

Das klingt doch super!

Ein noch geheimes Projekt von uns ist es, im Zuge der Digitalisierung, Konzerte über einen Live-Stream anzubieten. So können wir von zuhause aus arbeiten, können auf mehreren Veranstaltungen gleichzeitig spielen, die Gäste können selbst über die Lautstärke entscheiden, bei Bedarf pausieren (besonders hilfreich bei 50. Geburtstagen, wenn die angetrunkene etwas zu extrovertierte Tante total verrückte Partyspiele vorführen möchte) und die Veranstalter müssen sich nicht mit sarkastischen Musikern abgeben ;-)...

Haha! Sehr interessant und natürlich super innovativ. Am besten noch irgendwas mit künstlicher Intelligenz, Big Data und Bitcoins und das ganze wird super hip! Wir bedanken uns für das amüsante Interview!

Immer wieder gerne!